Das große Petry-Bashing und „The Return of Selin Gören“

Von Boris T. Kaiser

Die Tatsache, dass Frauke Petry sich mit ihrem Baby hat ablichten lassen und damit Wahlkampf betreibt wird seit Tagen heiß diskutiert. Nun kann man ja durchaus der Meinung sein, dass es nicht die weiseste Entscheidung ist ein Kind, dass noch nicht selbst darüber entscheiden kann, der breiten Öffentlichkeit und den damit verbundenen Konsequenzen auszusetzen. Das Wahlkampfmittel, dass in den USA als „Baby kissing“ bezeichnet wird, ist aber nun wahrlich keine Erfindung von Frauke Petry und der AfD. Seit jeher wird es auch in deutschen Wahlkämpfen ziemlich hemmungslos betrieben. Weder die politische Klasse noch die Presse haben bisher erkennen lassen, dass sie dagegen allzu große moralische Bedenken hätten. Wie so oft werden bei der AfD mal wieder Double Standards eingesetzt, um die Partei und Vertreter zu diskreditieren. Wie so oft kommen dabei auch allerlei Heuchler und merkwürdige Gestalten aus ihren Löchern, die nicht nur der Öffentlichkeit, sondern auch sich selbst, einen großen Gefallen getan hätten, wenn sie gegen ihre Gewohnheiten einfach einmal geschwiegen hätten.

Die sich selbst als „Aktivistin“ bezeichnende Hobby-Politikerin der Linksjugend Selin Gören ist mit ihrem eigenen Babybauch auf den Petry-Bashing-Zug aufgesprungen und hat bei Facebook ein Bild im Stil der AfD veröffentlicht, auf der sie sich hochschwanger und in Umstandsmode begleitet zeigt. Das Foto garniert sie mit der Überschrift: „Und was ist Dein Grund für Vielfalt zu kämpfen?“

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Selin Gören dürfte für den ein oder anderen geneigten Leser keine Unbekannte sein. Im Jahr 2016  erlangte sie als Parade-Beispiel für den typisch linken Selbst- und Realitäts-Hass traurige Weltberühmtheit. Sören, die damals von einer Gruppe Migranten sexuell bedrängt und von einem sogar vergewaltigt wurde, hat nach der Vergewaltigung bei der Polizei nicht nur deutsche Tatbeteiligte herbei fantasiert, sie hat auf Facebook sogar einen Entschuldigungsbrief an ihren Vergewaltiger veröffentlicht.

http://www.achgut.com/artikel/entschuldige_bitte_lieber_vergewaltiger

http://www.spiegel.de/spiegel/selin-goeren-a-1100990.html

http://www.ardmediathek.de/tv/Panorama/Opfer-verschweigt-Vergewaltigung-durch-F/Das-Erste/Video?bcastId=310918&documentId=36830610

http://www.telegraph.co.uk/women/politics/german-politician-admits-lying-about-ethnicity-of-sex-attackers/

Mit dieser Geschichte im Hinterkopf sollte man den Text lesen, den sie und die Linksjugend Weinheim nun zu ihrem Babybauch-Bild auf der Facebook-Seite der des Ortsverbands veröffentlicht hat:

https://www.facebook.com/solidweinheim/photos/a.1745025455748618.1073741827.1740023092915521/1873009589616870/?type=3&theater

Am Wochenende haben wir uns ein wenig erschrocken.
Frauke – der Schutz von Kindern ist wichtig – Petry und ihre Partei, die Alternative für Deutschland, haben ein Wahlkampfmotiv veröffentlicht, das Frauke Petry mit ihrem schlafenden, wenige Wochen alten Sohn im Arm zeigt.

„Wir wollten dazu mal ein paar Takte sagen.
Ganz davon abgesehen, dass wir es verwerflich finden, die Persönlichkeitsrechte eines Kindes zu verletzen, nur um sich selbst als liebende Mutter zu inszenieren und im innerparteilichen Machtkampf einen Sieg davon zu tragen:
Die Alternative für Deutschland ist keine familienfreundliche Partei.
Außer, die Familie besteht aus ‚biodeutschen‘, gut verdienenden Menschen, die das ganz klassische ‚Vater-Mutter-Kinder‘-Familienbild repräsentieren, das von der Alternative für Deutschland propagiert wird.

Wenn man die familienpolitischen Forderungen der AfD genau unter die Lupe nimmt, wird das besonders deutlich:

In ihrem Wahlprogramm zur diesjährigen Bundestagswahl fordert sie zum Beispiel eine Prüfung der Beziehungsgeschichte alleinerziehender Elternteile. Nur bei nicht ’selbst verschuldetem‘ alleinerziehenden Status, stünden diesen Familien Unterstützungen der Solidargemeinschaft zu.
Solch eine Politik drängt Frauen dazu, weiterhin in unglücklichen, eventuell missbräuchlichen Beziehungen zu leben.

Desweiteren will die AfD für Frauen selbstbestimmte Schwangerschaften verunmöglichen, sie fordert eine Registrierung aller Abtreibungen und die Abschaffung des Rechts auf Abtreibung. So sollen zukünftig Beratungsgespräche lediglich die Geburt begünstigen, nicht auf die individuellen Bedürfnisse der Schwangeren eingehen, für die die Schwangerschaft vielleicht eine seelische Belastung darstellt.

Die Ächtung der Regenbogenfamilien durch die Alternative für Deutschland und ihre Vertreter*innen ist hinlänglich bekannt, spiegelt sich aber ebenfalls auch im Wahlprogramm wieder. Mehrmals geht sie darauf ein, das die ‚Gender-Ideologie‘ ihrer Meinung nach in ‚klarem Widerspruch zum Grundgesetz stehe, das die klassisch verstandene Ehe und Familie als staatstragende Instituion schütze.‘

Wir sagen: BOCKMIST.

Familie ist da, wo Menschen sich lieben, sich gegenseitig unterstützen, füreinander einstehen und gemeinsam kämpfen.

Ob das jetzt eine alleinerziehende Mutter ist, ob das zwei Väter sind, ob das Familienkonzept Mehrfachbeziehungen und Co-Parenting einbindet, ob es eine Patchworkfamilie ist, oder auch das von der AfD als alleiniges Familienbild propagierte, klassische Familienbild:
Familie ist Bunt. Familie ist Vielfalt. Familie ist Liebe.

Wir sind gegen die Ideologisierung von Familien und gerade im Sinne von zukünftigen Generationen setzen wir uns für eine tolerante, offene, herzliche Gesellschaft ein, die nicht an Deutschen Staatsgrenzen aufhört, sondern dort beginnt.“

Also, ganz im Sinne der berufslinksjugendlichen Selin Gören, sollten auch hier mal ein paar Takte zu dieser Form der Petry-Kritik gesagt werden:

Sich als liebende und schwangere Mutter zu zeigen, um damit die eigene Profilneurose zu bauchpinseln, ist nicht unbedingt verwerflicher, als damit parteistrategischen Wahlkampf zu betreiben. Wer aber, in seinem politischen Handeln, weiter stur die „Vielfalt“ preist, die uns die Einwanderer aus frauenfeindlichen und gewaltaffinen Kulturen bescheren sollen, obwohl er bzw. sie, am eigenen Leib die hochgefährliche Kehrseite der Medaille erlebt hat, ist nicht nur nicht familienfreundlich, sonst würde er die eigenen Kinder und die Kinder Anderer dieser unnötigen Gefahr nicht aussetzen wollen, er/sie ist auch nicht geeignet moralische Vorträge zu halten. Wer darüber hinaus nicht erkennt, dass die propagierten offenen Staatsgrenzen ganz großer „Bockmist“ sind, die der gewünschten Gender-Regenbogen-Vielfalt in Deutschland, im Gegensatz zur AfD, wirklich sehr schnell ein jähes Ende bereiten könnten, ist obendrein auch nicht besonders helle.

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3 Gedanken zu “Das große Petry-Bashing und „The Return of Selin Gören“

  1. Aktivistin Selin wird kritisiert und beim mindestens genau so bekloppten Exfreund Stadtrat ferrat wird im mindestens genau so bekloppten Video mitgespielt. so sieht DOppelmoral aus!

    • Julien Ferrat setzt sich in seinen Gangster-Rap-Persiflagen u.a. gegen Abtreibung, für die Familie, Behinderte und gesellschaftlich benachteiligte Jugendliche ein. Dazu kann man stehen wie man will, es ist aber etwas deutlich anderes, als die ideologisch verblendeten, sich jeder eigenen Erfahrung und Realität verweigernden, heuchlerischen und substanzlosen Ergüsse von Selin Gören.

      • Stadtrat Ferrat (der Titel ist ganz wichtig wie du sicher weißt) war lange zeit im selben Verein tätig wie Aktivistin Gören und wäre es auch heute noch wenn nicht die gefälschten Unterschriften bei den Stupa Wahlen der Uni Mannheim aufgefallen wäre. Er ist nur ein Fähnchen im Wind dass sie Themen aussucht und sie so vertritt dass sie am meisten Massenkompatibilität bringen. Bei heuchlerisch und substanzlos ist Stadtrat ihr Meilen voraus. Wie kann man ernsthaft die AFD als alternative zu den etablierten Altparteien sehen und gleichzeitig hinter so einer opportunistischen Banane stehen?

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