Wer hat Angst vorm weißen Mann?

Von Boris T. Kaiser

10446330_10205553170219464_6561006741987888605_oDer weiße Mann war in der Geschichte immer der Böse. Er hat den Indianern ihr Land weggenommen, er hat unzählige Kriege zur Stillung seines unbändigen Durstes nach Öl geführt und er ist Schuld daran, dass es dem armen Afrikaner so schlecht geht. Wer jetzt auf die Idee kommt, dass die Kriege „um das  Öl“ und der Zustand Afrikas vielleicht auch ein bisschen etwas mit den, in den jeweiligen Ländern zuständigen, Diktatoren zu tun haben könnten, wird von einem geschulten Linksideologen sicherlich schnell eines besseren belehrt werden.

Nun hat sich der weiße Mann aber etwas besonders Perfides ausgedacht, um seiner archaischen Natur frönen zu können. Er hat hunderttausende junge männliche Flüchtlinge aus islamischen Ländern ins Land geholt, um dem, bis dato in der ganzen Welt als überzeugtem Feminist bekannten Moslem, seinen typisch westlichen Sexismus in die Schuhe zu schieben und endlich wieder unbehelligt Frauen belästigen zu können.

Eine derart wirr konstruierte Geschichte glaubt man nicht mal in den weltfremdesten linksgrünen Islamversteher-Kreisen, denken sie? Von wegen! Die Amadeu-Antonio-Stiftung hat dieser Tage eine vom Bundesfamilienministerium geförderte „Handreichung“ herausgegeben, in der sie genau diese These ernsthaft vertritt.

http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/das-bild-des-uebergriffigen-fremden_warum-ist-es-ein-mythos.pdf

Selbsterklärtes Ziel der Broschüre:

Die perfide Argumentation und die Stereotypisierung des Fremden als Täter sexueller Gewalt gegen Frauen und Kinder“ aufdecken und somit „einen wichtigen Beitrag zum Demokratieverständnis und zu einem menschenwürdigen, toleranten und freiheitlichen Miteinander zu leisten.“ 

Man fragt sich, wo diese „perfide Stereotypisierung“ des Fremden als Täter stattfindet. Fand er in der Silvesternacht statt? Waren die Grabscher und Vergewaltiger in Köln  und anderswo vielleicht am Ende gar keine Fremden, sondern nur nur einheimische weiße Deutsche, die die alte Tradition des „Blackfacings“wieder haben aufleben lassen? Findet die „Stereotypisierung des Fremden als Täter sexueller Gewalt gegen Frauen und Kinder“, etwa tagtäglich in den Asylunterkünften statt, wo es immer wieder zu sexuellen Übergriffen kommt? Bisher dachte ich, dass diese Übergriffe auf weibliche Flüchtlinge vor allem durch männliche Flüchtlinge verübt werden, aber offensichtlich, so muss man es nach der Lektüre der Broschüre der Amadeu-Antonio-Stiftung annehmen, gehen diese Übergriffe wohl vor allem von dem Heimpersonal und den freiwilligen Helfern aus.

All dies geschieht nach Meinung der staatlich finanzierten Rechtsextremismus-Bekämpfern nicht nur zur Befriedigung der sexuellen Gier des weißen Mannes, es ist auch noch eine hinterhältige Strategie um Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu fördern und die eigene weiße Gesellschaft zu glorifizieren.

„Schließlich wird mit dem Mythos des gefährlichen Flüchtlings koloniale, rassistische und sexistische Denkmuster vermengt und Hetze gegen Geflüchtete betrieben und gleichzeitig eine vermeintlich offene und nicht-patriarchale deutsche Mehrheitsgesellschaft konstruiert“.

Hier haben wir sie wieder. Die linke Relativierung und Realitätsverdrängung in ihrer Reinkultur. Die rassistischen und sexistischen Denkmuster findet man in erster Linie beim bösen Deutschen und nicht etwa beim weltoffenen und frauenfreundlichen muslimischen Flüchtling; und selbst wenn es in „Einzelfällen“ in der islamischen Welt Sexsklavinnen gibt und Frauen, die ein selbstbestimmtes, auch sexuell selbstbestimmtes, Leben führen wollen, vergewaltigt, gesteinigt und im Namen der „Familienehre“ ermordet werden, darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch auf dem Oktoberfest immer mal wieder eine Frau vergewaltigt wird und dass Rainer Brüderle einer Journalistin, abends in einer Hotelbar, schonmal ein aufschreiwürdiges Kompliment über ihre dirndltaugliche Figur gemacht hat.

Flüchtlinge, die Frauen sexuell belästigten oder attackierten, seien dagegen eher die Ausnahme. In den meisten Fällen handle es sich lediglich um Gerüchte, glauben die Verfasser der „Handreichung“ zu wissen.

Schuld daran, dass dies in der Öffentlichkeit deutlich anders wahrgenommen wird, sind die Medien und natürlich, wie könnte es anders sein, die Polizei. Diese bedienen nämlich angeblich rassistische Stimmungsmache, weil sie die Wahrheit benennen und Täter als „südländisch“ oder „nordafrikanisch“ beschreiben. Natürlich dient eine solche Beschreibung in erster Linie dem Fahndungserfolg, aber als staatlich subventionierte Gutmenschen-Organisation hat man eben höhere Ziele als die schnöde Ergreifung eines „traumatisierten“ Vergewaltigers.

Ohnehin seien Berichte über sexuelle Gewalt durch Ausländer in der Regel frei erfunden. Natürlich von „Flüchtlingsfeinden.“ Dies ist offenbar die linkspolitisch korrekte Variante der alten These, dass Vergewaltigungen sowieso nur ein Hirngespinst irgendwelcher männerfeindlichen Kampflesben seien.

Das wirkliche Problem sind laut der Stiftung nicht Flüchtlinge, die sich hier in vielen Fällen einfach so verhalten, wie sie sich im Sinne der Willkommenskultur fühlen sollen, nämlich wie zuhause, sondern „die anhaltend hohen Zahlen sexualisierter Übergriffe auf Frauen durch weiße deutsche Männer“.

Das Bad-Boy-Image kann uns weißen Männern zumindest so schnell keiner nehmen.

Nachtrag: Zu welch bizarren Auswüchsen dieser ideologische Nährboden führen kann, kann man unter anderem hier erfahren: 

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/entschuldige_bitte_lieber_vergewaltiger

Die betreffende Dame war übrigens bis kürzlich noch eine Facebookfreundin von mir.

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