Je suis „Bericht aus Berlin“

Angela Merkel

Von Boris T. Kaiser

Rund 9 Monate ist es jetzt her, dass es einem aus sämtlichen deutschen Zeitungsredaktionen und allen sozialen Netzwerken entgegenschallte „Je suis Charlie“. Nach dem Attentat auf die Redaktion des Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ wollte nahezu jeder ein Zeichen setzen. Für die Presse- und Meinungsfreiheit, für das Recht auf Religionskritik und dafür, dass Satire einfach alles darf. In diesen Tagen schallt einem wieder einmal eine ziemlich geschlossene Meinungsfront entgegen. Nur sind die Töne diesmal ganz Andere. Im „Bericht aus Berlin“ hatte es die ARD-Redaktion gewagt, eine Fotomontage einer kopftuchtragenden Kanzlerin Angela Merkel zu zeigen. Diese Mischung aus Majestätsbeleidigung  und „Islamophobie“ging den meisten schreibenden Freiheitskämpfern da draußen dann doch zu weit. Meinungsfreiheit ist ja schön und gut, aber Hetze ist schließlich keine Meinung, und wo die Grenze liegt, entscheiden immer noch die Meinungsmacher in den Online-Redaktionen und die selbsternannten Nazijäger auf Twitter und Co selbst. Satire darf zwar natürlich immer noch alles, aber eben, wie eh und je, nur dann wenn sie eindeutig links ist. Die Macher des Berichts aus Berlin hatten, nach Ansicht der allzeit zur Hysterie bereiten Aufschreier, diese Grenze überschritten. Sie schüren mit ihrer Fotomontage, so heißt es, die Ängste und Vorbehalte der sogenannten „Wutbürger“ gegen Flüchtlinge. 

Nun könnte man vielleicht auf auf die Idee kommen, dass diese Gefühle viel eher durch die chaotische Asylpolitik der Bundesregierung und die Alltagserfahrungen der Bürgerinnen und Bürger selbst geschürt werden, schließlich sind die Menschen in ganz Deutschland auch schon vor der verhüllten Kanzlerin auf die Straße gegangen, dann müsste die schrumpfende Refugess-Welcome-Volksfront aber ja ihre eigene neue Galionsfigur, die mitfühlende Mutti der Nation, selbst angreifen.

So ist es viel einfacher und bequemer. Alle Menschen, die die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel und die realitätsblinde Willkommenskultur der letzten Wochen und Monate kritisch sehen, sind doof und die Aufgabe der öffentlich rechtlichen Medien ist es, sie „aufzuklären“ und auf den Pfad der Tugend-Republik zurückzuführen.

Deswegen sollte nicht nur auf Fotomontagen verzichtet werden, die eine Gefahr durch Islamisierung suggerieren, sondern möglichst auch auf Tatsachenberichte, die diese drohende Islamisierung sowie die Gefährlichkeit der mitgebrachten Kultur und Mentalität vieler Zugereister ganz klar belegen.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) warnt vor einem drastischen Anstieg der Kriminalität in Deutschland durch Asylbewerber. Man rechnet im Bereich der Eigentums-, Gewalt- und Drogendelikte bereits in diesem Jahr mit einem Anstieg im sechsstelligen Bereich.

In Hanau mussten christliche Flüchtlinge aus einer Notunterkunft umgesiedelt werden, weil sie immer wieder massiv bedrängt wurden, zum Islam zu konvertieren.

In Erfurt sorgte ein an die Öffentlichkeit geratenes Schreiben der Bundeswehr für Aufregung. Darin wird über den Umgang der Männer in der Asylunterkunft mit ihren weiblichen Mitbewohnerinnen berichtet.

„In den Unterkunftsbereichen werden allein stehende Frauen von anderen männlichen Personen aus anderen Ländern anuriniert (…), auch wenn die Frauen schlafen. Sexuelle Belästigungen sind an der Tagesordnung.“, heißt es in dem Dokument.

Sicher, bei der Bundeswehr sind sowieso nur Nazis, wird der linke Gutmensch entgegenhalten, der bei Teddybären verteilen an die wenigen Frauen und Kinder unter den Flüchtlingen solche Erfahrungen nicht gemacht hat und sie daher nicht bestätigen kann.

Allerdings gab es wenige Wochen zuvor einen ganz ähnlichen Brief. Dieser stammte nicht von der „faschistoiden“ Bundeswehr, sondern von den frauenpolitischen Sprecherinnen der Fraktionen im Hessischen Landtag. Das Schreiben gleicht einem dramatischen Hilferuf.

Diese Situation spielt denjenigen Männern in die Hände, die Frauen ohnehin eine untergeordnete Rolle zuweisen und allein reisende Frauen als ‚Freiwild‘ behandeln. Die Folge sind zahlreiche Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe, zunehmend wird auch von Zwangsprostitution berichtet. Es muss deutlich gesagt werden, dass es sich hierbei nicht um Einzelfälle handelt.

Frauen berichten, dass sie, aber auch Kinder, vergewaltigt wurden oder sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind. So schlafen viele Frauen in ihrer Straßenkleidung. Frauen berichten regelmäßig, dass sie nachts nicht zur Toilette gehen, weil es auf den Wegen dorthin und in den sanitären Einrichtungen zu Überfällen und Vergewaltigungen gekommen ist. Selbst am Tag ist der Gang durch das Camp bereits für viele Frauen eine angstbesetzte Situation.“

Sollten unter den Flüchtlingen, den personifizierten Opfern, etwa doch auch zahlreiche Täter sein? Ist etwa doch nicht jeder, der Frau und Kinder in seinem Heimatland dem IS oder einfach nur sich selbst überlässt, nur um seinen eigenen Arsch zu retten, automatisch ein guter Mensch?

Solchen Fragen weichen linke Gutmenschen gerne aus, in dem sie auf fatale Unterbringungssituation hinweisen. In dem eng-zusammen-gepfercht-Sein der Menschenmasse läge der wahre Grund für Gewalt und sexuelle Übergriffe und nicht etwa in der gewaltaffinen und frauenfeindlichen Kultur vieler der Bewohner in den Unterkünften.

Sicherlich machen solche Bedingungen die Menschen nicht gerade besser gelaunt, aber die Eskalation kann nicht alleine darauf zurückgehen. Die DDR-Bürger, die viele ja dieser Tage immer gerne als Parallele heranziehen, waren damals in der Prager Botschaft sicherlich nicht angenehmer untergebracht, dennoch ist mir nicht bekannt, dass es dort im großen Ausmaß zu ethnisch motivierten Messerstechereien zwischen Sachsen und Thüringern gekommen wäre, geschweige denn zum gegenseitigen Anurinieren oder zu Massenvergewaltigungen.

Mit solch kritischen Punkten will sich der gemeine „Wir-schaffen-das“-Euphoriker lieber nicht auseinandersetzen. Er möchte auch nicht, dass andere Menschen diesen Fragen nachgehen. Sollte es doch mal jemand wagen, wird geshitstormt, was das Zeug hält. Natürlich alles nur im Sinne des Erhalts der Willkommenskultur. Doch im Auge dieses Shitstorms hört man immer noch ein leises Säuseln: „Je suis – Bericht aus Berlin.“

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