Die Mit-der Wahrheit-nicht-so-recht-hinter-dem-Berg-vorkommen-wollen-Presse

(Von Boris T. Kaiser)

Diese Woche las ich in meiner Facebook-Timeline eine Meldung über ein junges Mädchen in Dänemark dass, nachdem sie sich IS-Videos ansah, offenbar gemeinsam mit ihrem muslimischen Freund zum Messer griff und mit 20 Stichen bestialisch ihre eigene Mutter abschlachtete. Der Artikel war auf englisch, die Meldung mit dem Mädchen aus Dänemark, dass seine schlafenden Mutter ermordete, kam mir aber aus den deutschen Medien bekannt vor. Allein der islamistische Hintergrund der Tat war bisher nicht zu mir durchgedrungen und so musste ich erst einmal überprüfen, ob die beiden Meldungen wirklich den gleichen Fall betrafen.

Nach kurzem googeln wurde mir schnell klar: Ja es handelte sich um ein und der selbe Fall. Schnell leuchtete mir auch ein, warum mir die Tat nicht als islamistische Mordanschlag in Erinnerung war. Denn während in der englischsprachigen Meldung die Begriffe IS-Videos und der muslimische Freund schon in der Überschrift und der Kopfzeile Erwähnung fanden, war auf dem sonst nie um eine griffige Schlagzeile verlegene Online-Portal von bild.de von einem „Familiendrama“ die Rede.

Bildschirmfoto 2015-09-16 um 11.57.27

Erst deutlich später im Artikel erfahren wir von den IS-Videos auf dem Handy des Mädchens und dürfen folgendes lesen:

„Lisa Borch hatte sich mit einigen arabischen Männern in einem nahen Asylcenter angefreundet. In einen besonders radikalen Moslem verliebte sie sich schließlich, sie beschäftigte sich mehr und mehr mit dem Islam und wollte zeitweise sogar nach Syrien gehen.

Dann stellte sich heraus, dass der Mann, den sie so liebte, verheiratet war und Frau und Kinder in Schweden hatte. Er verließ sie und ging zurück nach Schweden. Trost fand sie bei Bakhtiar Mohammed Abdulla aus dem Irak.“

Diese Fakten musste auch bild.de irgendwann liefern. Man will sich ja schließlich nicht unnötig dem Vorwurf aussetzen, man würde zur „Lügenpresse“ gehören, auch wenn diese unangenehmen Wahrheiten so gar nicht in die aktuelle  „Refugees-Welcome“  Bzw. „Wir helfen“-Stoßrichtung und erst recht nicht zur neuen unkritischen Haltung des Springer-Schlachtschiffs zum Islam passen mögen. Wie ungern man den islamischen Hintergrund der Tat betont wird auch in einem zweiten bild.de-Arikel deutlich:

Bildschirmfoto 2015-09-16 um 11.59.51

Dort ist von „Alkohol, Lügen, Ritzen“ die Rede und erst einmal ganz allgemein von „Gewalt-Videos“. Erst dann kommt man auch hier so langsam mit der ganzen Wahrheit hinter dem Berg vor:

„Im Sommer 2014 jobbte Lisa in einem Restaurant und lernte dort Bakhiar Mohammed Abdullah aus dem Irak kennen. Er war vor der ISIS geflüchtet und hatte in Dänemark Asyl bekommen. Vor Gericht sagte er, dass die beiden ein Liebespaar wurden und heiraten wollten.“

Fakten wie diese könnten den Menschen Angst machen, und sie sollten es vielleicht auch. Vor allem könnten Sie dem ein oder anderen, von seiner eigenen Gutmenschlichkeit besoffenen Deutschen, klar machen, dass nicht jeder der vor dem „IS flieht“ automatisch ein guter und friedfertiger Mensch ist. In vielen Redaktionen hat man aber derzeit offenbar beschlossen, mehr denn je, alle negativen Meldungen zum Thema Asyl und Islam so weit wie möglich unter dem Deckel zu halten. Stattdessen liefert man uns nahezu täglich positiv Meldungen über Flüchtlinge die große Geldsummen finden, welche sie ganz ehrlich abgeben, oder von Flüchtlingen die deutschen Frauen  bei der Gartenarbeit helfen. Ein Facebookfreund von mir meinte dazu kürzlich, ihn erinnerten „Nachrichten“ wie diese, an seine Zeit in der DDR, als ihm die Ost-Medien täglich Storys von helfenden Sowjetsoldaten servierten. Geschichten über islamistisch motivierte Gewaltexzesse passen da einfach nicht ins Bild vom schönen, neuen, bunten und weltoffenen „Wir-schaffen-das-Deutschland“, oder wie der Rapper Sido es auf seinem aktuellen Album formuliert, Dinge wie diese sind einfach  „zu wahr um schön zu sein“.

Dass die deutschen Medien, angesichts der zahlreichen Brandanschläge auf Asylbewerber-Unterkünfte, die Stimmung nicht weiter hochkochen wollen ist verständlich und in gewisser Weise sogar löblich. Aber man wird die Menschen auf die Dauer nicht ruhig stellen können, indem man ihnen gewisse Wahrheiten verschweigt, oder ständig versucht sie ihnen so schonend wie nur irgendwie möglich beizubringen. Dies stärkt eben nur jene “Lügenpresse“-Schreier und Verschwörungstheoretiker die sowieso keiner demokratischen Quelle mehr trauen, egal ob Medium oder Politiker. Im übrigen ist den meisten Menschen in diesem Land, die bittere Wahrheit längst bewusst. Selbst wenn man es schaffen sollte, die ganz großen Grausamkeiten vor ihnen zu verschweigen, sehen sie doch im Alltag ständig welches Konfliktpotential und welche Probleme die aktuelle Völkerwanderung und islamische Kultur-Invasion für Deutschland mit sich bringen.

Natürlich gibt es auch immer noch genug Leute, die dies einfach nicht wahrnehmen wollen, und auch am liebsten nichts davon hören und lesen möchten. Vielleicht sind es unter anderem auch gerade diese, die viele Journalisten vor einer allzu kritischen Berichterstattung zum Thema Asylflut zurückschrecken lassen.

Wann immer es doch mal jemand wagt, kritisch über die Kehrseiten der „Willkommenskultur“ zu schreiben, wie beispielsweise in der „Mopo“, https://mopo24.de/nachrichten/freiberg-asylbewerber-netto-angriff-umzug-13126 in der man, mit Bezug auf die „Freie Presse“ über einen Macheten-Angriff zweier Asylbewerber auf einen Netto-Markt berichtete, dauert es in der Regel nur wenige Sekunden, bis die ersten Kommentatoren der Redaktion „rechtsradikale Propaganda“ vorwerfen. Offenbar scheinen viele Gutmenschen davon überzeugt zu sein, dass die positive Stimmung gegenüber den Flüchtlingen auf Dauer nur aufrechtzuerhalten ist, wenn man den Einheimischen gewisse Fakten verschweigt. Vielleicht haben sie damit sogar recht. Journalisten die sich eher als Konflikt-Coaches als als Berichterstatter verstehen haben aber eindeutig ihren Beruf verfehlt und müssen sich über das böse Wort „Lügenpresse“ wirklich nicht wundern.

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