Was „Spreadshirt“ alles nicht nicht druckt

Von Boris T. Kaiser

Die Firma „Spreadshirt“ hat sich geweigert ein Pegida-T-Shirt zu bedrucken, und dafür im Netz sehr viel Lob geerntet. Als Begründung für die Entscheidung gab die Firma gegenüber der potentiellen Kundin folgende moralisierende Erklärung ab:

Das, was PEGIDA vertritt, gilt in unseren Augen nicht als Meinung, sondern als rassistische, diskriminierende und menschenverachtende Äußerungen. Wir haben uns aus ethischen Gründen darum entschieden, den Namen dieser lächerlichen Vereinigung nicht zu drucken. Ich hoffe, Du erkennst irgendwann, dass Du zusammen mit Nazis auf die Straße gehst.“

Nun könnte man einem Unternehmen, dass „Moral“ über wirtschaftliche Interessen stellt, vielleicht sogar tatsächlich Respekt zollen; wäre es bei anderen Ideologien, die weitaus mehr Unheil über die Welt gebracht haben als die doch bisher immerhin weitgehend friedlichen Demonstranten von Pegida, nicht deutlich weniger zimperlich.

Es folgt eine kleine Auswahl von Motiven, die „Spreadshirt“ bedenkenlos auf Produkte druckt druckt:

Keine „ethischen“ bedenken hat man offenbar mit dem Bekenntnis zu sozialistischen Unrechts-Regimen.

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Auch Rassismus und der Hetze gegen andere Nationen ist offenbar kein Problem im Hause „Spreadsheet, solange sich diese gegen Israel und die USA richten.

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Wo die T-Shirt Beflocker politisch und kulturell stehen machen sie deutlich, indem sie direkt im Anschluss an zahlreichen T-Shirts gegen Pegida-(Ableger) etc. direkt die textile Liebeserklärung an die islamistische Diktatur Saudi-Arabien anbieten.

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Auch bekiffte Reichsbürger und „BRD-GmbH-Verschwörungstheoretiker kommen im Onlineshop von  „Spreadshirt“ auf ihre Kosten:Bildschirmfoto 2015-07-15 um 19.09.10

Übrigens ist auch „deutschtümelnde“ Religions-Kritik durchaus keine Diskriminierung für den Fashion-Ethikrat der Firma, solange sie sich gegen die christlichen Anhänger eines jüdischen Rabbis richtet, und so differenziert ausfällt wie hier:Bildschirmfoto 2015-07-15 um 19.10.25

Es beschleicht mich der Verdacht, dass es sich bei „Spreadshirt“ gar nicht um eine moralisch überlegene Widerstandsgruppe gegen „rassistische, diskriminierende und menschenverachtende Äußerungen“ handelt, sondern doch nur um eine lächerliche Vereinigung von Heuchlern, die Meinungen, die nicht ins eigene Weltbild passen, verteufelt, andere, selbst noch so menschenverachtende, aber durchaus hofiert und gerne Geld mit ihnen verdient.

Quelle sämtlicher Motive:  Spreadsheet.de

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