Von „rechten Ärschen“ und Günther Jauch… Das schlichte Weltbild eines „Wer Wird Millionär“ -Kandidaten

10509604_10204943838586554_9148292583217141744_nVon Boris T. Kaiser

In diesen Tagen durfte ich mal wieder das besondere Demokratieverständnis des gemeinen Gutmenschen kennenlernen. Dass diese Gattung andere Meinung nur schwer aushalten kann, dürfte jedem der sich politisch und intellektuell abseits, der von politischen Geistesgrößen wie Volker Pispers oder Gesine Lötzsch eingetrampelten Pfade bewegt, inzwischen bekannt sein. Meine neueste Erfahrung wäre deshalb auch nicht weiter erwähnenswert, wenn es sich bei der Person von der ich hier schreibe nicht um so eine Art „Promi“ handeln würde. Wenn auch nur Promi im Sinne von Andy Warhols 15-Minuten-Ruhm-Theorie. Es geht um den von bild.de als „Gaga-Kandidat“ getauften Alpha O’Droma.

http://www.bild.de/unterhaltung/tv/wer-wird-millionaer/diesen-kandidaten-lauste-der-affe-38673758.bild.html

Ich war mit „Alpha“, der eigentlich Andreas heißt, schon vor seinem 125.000 Euro-Gewinn bei „Wer wird Millionär“ via Facebook befreundet. Schon oft sind mir seine stramm-linken mit unter sehr kruden Thesen und Postings dort aufgefallen. Aber als echter Demokrat, der nicht mit Jürgen Todenhöfer artiger Selbstverständlichkeit davon ausgeht, dass er immer und überall Recht hat, habe ich mich nicht weiter daran gestört. Lediglich seine sehr arrogante und herablassende Art gegenüber Andersdenkenden fand ich etwas unangenehm, für einen Linken aber nicht weiter ungewöhnlich. Nach seinem recht erfolgreichen Auftritt in der RTL-Rateshow ist er aber endgültig abgehoben. Das viele Geld ist dem 51 Jahre alten „Lebenskünstler“, der in der Vergangenheit schon so manches Projekt in den Sand gesetzt hat und bereits mit 18 Zuhause auszog, um in der Schwulensauna zu wohnen und inzwischen wieder mit seiner Mutter zusammen lebt, etwas zu Kopf gestiegen zu sein. Jedenfalls sind seine Posts in letzter Zeit immer unerträglicher elitär geworden und er schimpfte mit gutsherrenhafter Verachtung auf wirklich alles und jeden, der auch nur einen Deut von seiner verschrobenen Weltsucht abwich. Kürzlich hat der schlauste Bürger von Neuland dann diese Facebook-Tools entdeckt, die einem anzeigen welche Freunde bestimmte Seiten geliked haben. Daraufhin hat er erbarmungslos alle Abweicher auf seiner Liste gelöscht. Bei der ersten Säuberungsaktion kam ich gerade nochmal durch. Da hatte er alle gelöscht, die die Seite der Pegida mit „Gefällt Mir“ markiert hatten. Zwar ist meine Meinung zu Pegida etwas differenzierter als die der meisten Linken und verstehe das Anliegen der Menschen die da demonstrieren durchaus, aber einen Daumen nach oben gab es von mir dafür bisher noch nicht. Beim nächsten Suchdurchlauf politisch Andersdenkender bin ich dann aber ins Netz gegangen. Ich hatte, oh weh, oh weh, die Seite der AfD geliked. Postwendend wendete er sich an mich, nicht etwa per Privatnachricht, das wäre nicht genug Pranger gewesen, nein, er postete auf meine öffentliche Pinnwand folgenden Satz: „Boris T. Kaiser gefällt AfD“ Ich entfreunde alle rechten Ärsche.“ Ich bin zwar kein rechter Arsch (höchstens ein zynischer Penis) – möchte aber mit solchen undemokratischen Linksfaschisten auch gar nicht befreundet sein. Von daher: Gute Reise. Meld dich gerne wieder, wenn das Geld alle ist und du wieder runtergekommen bist.

Ach ja übrigens: Ich habe, um mich zu informieren, auch viele andere Seiten geliked. Unter anderem die der SPD,FDP und der CSU. Wer mich dafür entfreunden möchte, darf dies gerne tun. Auch im richtigen Leben. Allen anderen: Frohe Weihnachten! Oder wie meine Facebookfreundin und Twitter-Kumpanin JeyJey sagen würde: Merry Crystal Meth!

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