Über den Geburtsfehler der Pegida und die Bauchschmerzen der „Profi-Islamkritiker“

Von Boris T. Kaiser

10509604_10204943838586554_9148292583217141744_nViele, die sich seit Jahren in Blogs, Artikeln und Reportagen bemühen auf die Gefahren einer Islamisierung Europas hinzuweisen und die Bevölkerung wachzurütteln haben nun, da die Bevölkerung tatsächlich aufzuwachen scheint, arge Bauchschmerzen. Die Pegida-Demonstrationen bereiten vielen „Profi-Islamkritikern“ irgendwie Sorge. Mir auch. Woran liegt das? Nun, ich kann, wie so oft, mal wieder nur für mich sprechen, aber einer der Punkte die mir bei Pegida nicht gefällt, ist der Anlass ihrer Gründung, den ich für den Geburtsfehler der gesamten Bewegung halte. Ich bin sicherlich alles andere als ein blinder Sympathisant der PKK. Die PKK war eine Terrororganisation und ist es wahrscheinlich heute noch. Wer aber ausgerechnet eine Kundgebung, bei der es darum geht Waffen an die Kurden zuliefern, damit diese sich gegen den IS zu Wehr setzen können, zum Anlass nimmt, um gegen Islamisierung zu demonstrieren, muss ein Stadium der Schizophrenie erreicht haben, das selbst den alten „Psycho“ Norman Bates blass aussehen lassen würde. Wenn ich die Interviews nicht weniger Pegida-Demonstranten sehe, wünschte ich mir, sie wären bei dem Schweigen geblieben, das ich hier kürzlich noch als undemokratisch pressefeindlich gegeißelt habe. Natürlich könnte man das ganze mit Humor sehen, bei jeder politischen Bewegung gibt es schließlich einen großen Anteil Vollidioten, was wohl vor allem daran liegt, dass der Anteil der Vollidioten in der Gesamtbevölkerung mehr als beachtlich ist. Die Dummheit so einiger Pegida-Anhänger scheint mir allerdings gefährlich. Sicherlich sind viele Medien vor allem daran interessiert Stimmen zu veröffentlichen die die Pegida in einem schlechten Licht da stehen lassen, aber es sind bestimmt auch nicht alles verdeckte RTL-Reporter, die da ihre dumpfen Parolen in die Fernsehmikrophone rülpsen. Das Anliegen sich einer Islamisierung Europas entgegenzustellen bleibt dennoch ein richtiges. Diese Islamisierung ist, auch wenn es einige Gutmenschen immer noch nicht wahr haben wollen oder bewusst ignorieren, in vollem Gange. Die Salafisten stehen seit Jahren jeden Tag in unseren Innenstädten um neue Leute zu rekrutieren. Auf die, von Islamisierungs-Leugnern häufig gestellte Frage „Wann haben Sie in Deutschland das letzte Mal eine Frau mit Burka gesehen?“, kann ich als Mannheimer übrigens immer häufiger antworten: Heute. Als „Profi-Islamkritiker“ sind wir jetzt in der Bredouille. Niemand will etwas mit Nazis zu tun haben und seien es auch „nur“ verkappte. Wenn wir, die wir eine Islamisierung und die in weiten Teilen menschenverachtende Ideologie des Islams mit demokratischen Mitteln bekämpfen wollen, auf Dauer etwas bewirken möchten, dürfen wir aber nicht jedes Mal Ekelpickel bekommen, wenn das Volk ins Spiel kommt. Nicht zuletzt weil wir das Thema sonst genau diesen tumben Nazis überlassen, die wir alle zum kotzen finden.

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