Saufen mit LINKE MdB Michael Schlecht oder: Warten auf Godot…

20130910-162525.jpgVon Boris T. Kaiseer

Die LINKE Hochschulgruppe Mannheim lud dieser Tage, via Facebook zu einer Kneipentour mit ihrem örtlichen Bundestagsabgeordneten Michael Schlecht ein. Ich wusste nicht viel über Michael Schlecht, nur dass er ein ehemalige Sozialdemokrat und Gewerkschaftler ist. Also bin ich fest davon ausgegangen, dass der Mann richtig Saufen kann. Ich selbst war viele Jahre Mitglied der Linkspartei die damals noch PDS hieß, sowie lange Zeit aktiv in der Linksjugend. Bis es mir irgendwann zu viel DKP in der PDS wurde. Aber das ist eine lange Geschichte. Zu lang, um sie hier zu erzählen. Bei meinem Begleiter Alex, verhielt es sich ähnlich. Nichts desto trotz, freuten wir uns darauf, den alten Genossen mal wieder einen Besuch abzustatten. Geladen war für 18 Uhr an ein Café am Uni Campus. Um 18 Uhr war natürlich niemand da außer Alex und mir. Im zu spät kommen waren die Sozialisten schon immer groß, das wusste schon Gorbatschow, deswegen wunderten wir uns auch nicht weiter. Aber diesmal schienen die marxistischen Müßiggänger überhaupt nicht zu kommen. Um 18:15 war jedenfalls immer noch keiner da. Leider hatte ich auch keine Handynummer mehr von den Genossen und über Facebook reagierte niemand. Also entschlossen Alex und ich uns, uns zum nahegelegenen Irish Pub zu begeben und uns dort das Fussball-Länderspiel Deutschland gegen Österreich anzusehen. Allerdings war es dafür noch deutlich zu früh, weshalb wir erst einmal nur in Ruhe anfingen uns zu betrinken, und mit einem Freund den wir dort trafen, die jüngsten Sexgeschichten auszutauschen. Inzwischen hatte ich in meiner SMS-Liste die Nummer eines ehemaligen Genossen gefunden, der mittlerweile zwar auch nicht mehr in der Partei war, an diesem Abend aber auch kommen wollte. Beim zweiten oder dritten Anruf habe ich ihn dann sogar erreicht. Er berichtete mir, dass sowohl er als auch die anderen Linken sich unabhängig voneinander aber zuverlässig, deutlich verspätet hatten, die Veranstaltung aber dennoch stattfinden würde. Ich war sehr froh darüber, immerhin hatte ich via Twitter angekündigt für meinen politischen Wahlblog über die Sache zu schreiben. Etwas anders verhielt es sich mit meinem Kumpel Alex, der sich mittlerweile darauf eingestellt hatte das Fussballspiel zu schauen, und nur mit Mühe dazu zu bewegen war, die Lokalität zu wechseln. Die LINKE befand sich mittlerweile, so wurde mir mitgeteilt im Cafe FlicFlac, dass durch einen Platz in der Sendung von RTL Restaurant-Kritiker Christian Rach einst zu einiger, wenn auch trauriger Berühmtheit gelangte. Als wir dort ankamen, wurden wir erneut enttäuscht. Der Abgeordnete Michael Schlecht hatte wegen Krankheit kurzfristig abgesagt. Als Ersatz bot die LINKE einen völlig chancenlosen C-Promi-Kandidaten aus Ludwigshafen auf. Dieser war zwar lustig anzuschauen, zumal er aussah wie Kalauerlegende Jürgen von Manger, dem Fips Asmussen der Pfalz, für meinen Bericht war er aber natürlich völlig uninteressant. Aber immerhin lief in der Kneipe auch das Länderspiel. Und so setzten wir uns pünktlich zu den Nationalhymnen an das andere Ende des Tisches. Mir viel auf, dass sich seit meinem Weggang vor vielen Jahren, der Frauenanteil in der Partei offenbar nicht geändert hat. An allen! Tischen saßen mehr Frauen als an unserem, obwohl wir mit Abstand die größte Gruppe waren. Und was für Granaten da saßen. Junge geile Araberinnen, die mir den Ärger mit ihren Eltern inkl. Messer in den Rippen, wenn auch im Idealfall nicht in den eigenen, auf jeden Fall wert gewesen wären. Während ich ihnen beim Saugen an der Sisha zusah und dabei vor mich hin fantasierte schoss Miro Klose das 1:0 für Deutschland und stellte damit den Tor-Rekord von Gerd Müller ein. Wir führten an unserer Seite des Tisches mittlerweile eine angeregte Diskussion über innere Sicherheit und die Macht der „Hells Angels“ in Deutschland. Außerdem ging es um die Steuerung von Zuwanderung nach Deutschland, während Kroos das 2:0 für Deutschland erzielte. Ich ging aufs Klo und stellte fest dass ich wohl schon betrunkener war als ich dachte. Jedenfalls hab ich beim Pinkeln auf Grund mangelnder Zielfähigkeit mal wieder den gesamten Toilettenboden unter „Wasser“ gesetzt. Als ich wieder kam, musste ich auch noch feststelle, dass sich Jürgen von Manger einfach so aus dem Staub gemacht hatte. Naja Alex und ich schauten noch das Fussballspiel zu Ende (Müller machte noch das 3:0) und verabschiedeten uns dann um uns in eine andere Bar zu begeben. Irgendwann ist schließlich auch mal gut mit Politik!

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