Mein Plädoyer für die Emanzipation der Frau…

Von Boris T. Kaiser

„Wenn die Frau heute nur die Gleichberechtigung anstrebt und nichts weiter, ist das ein Zeichen, daß sie dem Mann seine jahrhundertelange Vorherrschaft verziehen hat.“

(Henry Miller)

In Zeiten des Kampfs der Kulturen oder alternativ des interkulturellen Dialogs, werden unsere bitter erkämpften westlichen Werte  immer wieder auf eine harte Probe gestellt. Einer der meist hinterfragten Werte unserer hiesigen Kultur ist die Gleichberechtigung der Geschlechter. Oder um es ganz deutlich zu benennen: Die Emanzipation der Frau! Zunächst einmal Liebe Frauenrechtlerinnen und Kämpferinnen für die Emanzipation, das wird viele vielleicht überraschen, ich bin auf Eurer Seite! Ganz einfach weil ich ganz generell starke, selbstbewusste und kämpferischen Menschen mag, die nicht duckmäuserisch durchs Leben gehen, sondern allen Menschen auch den vermeintlich stärkeren und mächtigeren, bewusst auf Augenhöhe begegnen. Menschen die um ihren eigenen Wert wissen und sich von niemandem unterbuttern lassen. Sei es privat oder politisch. Und gerade bei der Gleichberechtigung von Mann und Frau wird das private eben tatsächlich politisch. Deshalb ist es so wichtig, dass wir hier keine gesellschaftlichen Rückschritte machen. Und wenn es darum geht den Fortschritt zu verteidigen, bin ich immer bereit an der Seite derer zu kämpfen die diesen gegen die reaktionären Kräfte in unserer Gesellschaft verteidigen. Völlig egal ob diese reaktionären Kräfte sich ihres Tuns bewusst oder einfach nur abgrundtief dämlich sind. Zweiteres kommt übrigens, wie ich glaube, viel häufiger vor. Es gibt nichts Schlimmeres als Menschen, egal ob männlich oder weiblich, die sich ohne Not einem anderen Menschen unterordnen und sich freiwillig unterdrücken lassen. Wann immer eine von diesen Facebook-Schlampen, so etwas postet wie, “In der Beziehung hat der Mann das Sagen!“ möchte ich ein Bolzenschussgerät zur Hand nehmen um sie von ihrem selbsterwählten Untermenschendasein  zu erlösen.

Frauen die sich von ihrem Macker vorschreiben lassen, was sie anziehen und mit wem sie weggehen dürfen sind nicht nur lächerlich, sie sind kulturelle Evolutionsbremsen. Was soll man von einer Simone Thomalla halten, einer sehr erfolgreichen Frau Mitte 40, die in sich in Interviews darüber auslässt, dass bei ihr! Zuhause, ihr rund 20 Jahre jüngerer Handball-Toyboy die Hosen an hat?! Ich will hier gar nicht erst näher auf Marianne Sägebrecht eingehen, die kürzlich mit der These an die Öffentlichkeit getreten ist, jeder Mann solle zwei Frauen haben, „eine fürs Bett und eine zum reden“. In ihrem Fall kann man das wohl schon mit dem beginnenden Altersschwachsinn entschuldigen. Ich möchte hier aber nicht falsch verstanden werden. Natürlich kann es durchaus für beide Seiten reizvoll sein, wenn Frau sich einem Mann sexuell unterortet. Es gibt da die schönsten sexuellen Spielarten, an denen sowohl Mann als auch Frau großen Spaß haben können. Ich selbst stehe beim Sex sehr darauf, wenn eine Frau sich, für die begrenzte Zeit des Sexualakts, in eine unterwürfige kleine Schlampe verwandelt, die sich durch meine primitivsten Beschimpfungen nicht beleidigt sondern im Gegenteil noch mehr angeturnt fühlt. Finde es aber genauso schön die Rollen zu tauschen und mich beim nächsten Mal ganz und gar ihr und ihren sexuellen Wünschen unterzuordnen. Aber das ist eben Sex. Und Sex sollte man nicht mit dem echten Leben verwechseln. Dass man Sexualität nicht mit dem wahren Leben verwechseln sollte, erkennt man schon allein daran, dass einem morgens beim Bäcker, trotz der großen Beliebtheit von Sado-Maso-Praktiken, nur äußerst selten Menschen mit vernieteten Ledermasken begegnen. Auch wenn ich persönlich, obwohl ich selbst nie viel für diese Praktiken übrig hatte, das ganz lustig fände. Worum es aber eigentlich geht ist, dass sich nach dem Sex wieder 2 völlig gleichberechtigte Menschen begegnen sollten. Vielleicht sollten wir den Orgasmus, wie die Franzosen, den „Kleinen Tod“ nennen. Dann könnten wir alles devote, sklavische und unterwürfige im Schlafzimmer oder auf dem Küchentisch oder wo auch immer sterben lassen und das Starke und Selbstbewusste leben lassen. Geht beim Sex auf die Knie vor wem immer ihr wollt, aber bitte, bitte um neun Jahrhunderte Kampfes wegen, steht danach wieder auf!

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