Ein ganz normaler Abend im… Baton Rouge

Von Boris T. Kaiser

Der gestrige Abend verlief anders als geplant. Wir hatten Besuch von unserem Diplomatenfreund aus Frankreich. Eigentlich ist er ein ehemaliger Diplomat. Durch die Abwahl von Sarkozy hat er wohl seinen Job verloren. Keine Ahnung wie das bei denen in Frankreich genau läuft, jedenfalls ist er jetzt arbeitslos und diese kleine Kröte von Expräsident darf immer noch die geile Bruni bumsen. Wenn unser Besuch aus Paris da ist, mieten wir normalerweise immer eine Lounge im Koi Club. So auch diesmal. Wir waren eine Gruppe von 11 Leuten und haben uns auf einen weiteren glorreichen Abend in unserem „Stammclub“ gefreut, als uns die Türsteher einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht haben. Offenbar waren meine Kumpel der die Lounge auf seinen Namen gemietet hat, unser Besuch aus Paris und unser Inder am Abend zuvor schon mal da. Nachdem sie zuvor auf der Schloss-Party kräftig gebechert haben. Ich weiss nicht was sie gemacht haben (sie sagen alle 3 da war überhaupt nichts), aber offenbar müssen sie irgendwie negativ aufgefallen sein, so dass wir trotz Reservierung nicht reinkamen. Ich war nicht sauer auf meine Freunde, ich dachte einfach nur: Oh Mann, ich hätte gestern mitgehen müssen. Das muss ein großer Abend gewesen sein. Jetzt hatten wir natürlich das Problem, dass wir mit einer Gruppe von 11 Leuten um diese Uhrzeit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nirgendwo mehr rein kämen.

Und da wir in letzte Zeit sowieso gerne in Bars verkehren die Fest in „Hells Angels“ Hand sind, entschieden wir uns dafür uns den Einlass einfach zu erkaufen und eine überteuerte Lounge im Baton Rouge anzumieten. Bevor mich die Betreiber dieses „Nobel“-Puffs jetzt verklagen, sollte ich erwähnen: Ich weiss nicht ob das Baton Rouge wirklich von den „Hells Angels“ betrieben wird, aber ich habe es jedenfalls gehört. Angeblich sollen so ziemlich alle Bars und Clubs in der Ecke denen gehören. Wir haben die Lounge bekommen. Bevor unsere Bedienung die übrigens extrem sexy war und mich ein bisschen an Kat Von D erinnerte, uns zu unserer Lounge führte, nahm einer der Türsteher noch einen der Jungs aus unserer Gruppe zur Seite ins Einzelgespräch. Offenbar waren die beiden schon einmal aneinander geraten. Ich weiss was Ihr jetzt denkt, aber die Leute mit denen ich gestern unterwegs war, sind noch mit Abstand die Vernünftigsten Leute die ich kenne. Von da an lief der Abend ziemlich rund. Auch wenn wir in der Lounge nicht rauchen durfte obwohl uns das vorher zugesichert wurde, aber Schwamm drüber. Es lief Black Music der Schnaps floss in Strömen und einige der Frauen waren zumindest anfangs nicht abgeneigt. Ich habe mich relativ intensiv mit einer unterhalten, die mir allen Ernstes erzählte, dass sie noch nie im Leben irgendwelche Drogen genommen hat! Wahrscheinlich hätte ich das Gesprächsthema Drogen an dieser Stelle beenden sollen, hab ich aber nicht. Sattdessen habe ich ihr von meiner problematischen Pepp und Koks-Zeit erzählt und davon, dass mich die angebliche Peace und Liebhabdroge LSD immer aggressiv gemacht hat, wenn ich sie genommen habe. Außerdem erzählte ich ihr noch eine kleine Mescalin-Story. Das war wohl ein bisschen zu viel für die Gute, als ich sie gefragt hab ob sie bei Facebook ist, sagte sie jedenfalls auf einmal ziemlich energisch: Ja, und mein Mann auch! Naja drauf geschissen… Irgendwann haben uns die Türsteher dann aus dem Club gekehrt. Eigentlich wollten wir danach noch ins Tiff sind dann aber in der Wohnung eines Mädels gelandet, dass direkt darüber wohnte. Dort haben wir noch einige Schnäpse getrunken. Jetzt hatte unser griechischer Kumpel den Pegel erreicht bei dem der versoffene Idiot immer versucht uns andere versoffenen Idioten als versoffene Idioten hinzustellen. Wenn mir die Meinung von diesem Kerl nicht komplett am Arsch vorbei ginge, hätte ich ihm schon so einige Male die sich gerade in meiner Hand befindliche Glasflasche in die Fresse gehauen. Dran gedacht hab ich jedenfalls schon oft. Aus der Wohnung sind wir dann mehr oder weniger rausgeflogen. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich selten so höflich vor die Tür gesetzt wurde. Anschließend ging’s dann, wie schon so oft, zu meinem Kumpel in die Hochhauswohnung. Dort haben wir auf dem Balkon weiter getrunken und immerhin auch noch was gegessen. Dann bin ich nachhause… Mit der Straßenbahn oder so…

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s