Das deutsche Wesen und die Freiheit…

Von Boris T. Kaiser

Immer mehr Raucher wünschen sich ein strengeres Rauchverbot ist Gaststätten. Das klingt zunächst paradox. Denn das ist als würde sich Martin Semmelrogge strengere Verkehrskontrollen oder ein FDP-Politiker strengere Kontrolle von Parteispenden wünschen. Grund für den Wunsch der Raucher nach strikten Nichtraucherkneipen ist, so heißt es, der Gestank. Aus dem gleichen Grund bin ich übrigens für ein Tanzverbot für Übergewichtige in Diskotheken. Andererseits: In so mancher Lokalität riechen Dickenschweiss und Zigarettenqualm immer noch weniger schlimm als das in 3 wochenaltem Fett frittierte „Essen“. Aber, mit dem Zigarettenqualm scheint es bei unseren Rauchern ein bisschen wie beim Furzen zu sein, die eigenen stinken nicht, aber die von anderen möchte keiner riechen. Und deshalb will der deutsche Raucher zum Rauchen raus vor die Tür. Bei diesem beschissenen Sommer grenzt das schon an Masochismus. Aber so ist er der Deutsche. Deswegen macht es in Deutschland ja auch so einen Spaß zu regieren. Egal ob Rauchverbot, nächtliches Verkaufsverbot für Alkohol oder dem Alkoholverbot in Öffentlichen Verkehrsmitteln, der Pöbel hierzulande bedankt sich noch wenn man ihm die Freiheit beschneidet. Die Politik weiss das und schenkt den Deutschen immer neue Verbote und Vorschriften. Vielleicht liegt es aber auch ganz einfach an der DDR-Mentalität unserer Kanzlerin, dass die Regierung meint, der Staat wüsste im Zweifel immer was besser für seine Bürger ist und müsste deshalb bis hin zur Schnitzelgröße in Restaurants jeden auch noch so privaten Bereich seiner Bürger Regulieren. Neuester Streich dieser Kümmer-Politik ist die Rationierung von Rezeptfreien Medikamenten. Auch Rationierung ist etwas was eher in den Kommunismus oder in Kriegsgebiete passt als in eine freiheitliche Demokratie. Nichts desto trotz will der Staat jetzt eben nicht nur kleiner Schnitzel sondern auch kleiner Packungen von legalen Schmerzmitteln wie Aspirin. Mir wäre fast mein im Internet geordertes Viagra im Hals stecken geblieben, als ich das gehört habe und so mancher Migräne-Patient würde sich, wenn es das Internet nicht gäbe, jetzt wahrscheinlich an seinem WLAN-Kabel aufhängen. Für mich heißt die Neu-Regelung vor allem: Ich muss in Zukunft wieder mehr kiffen! Von daher alles halb so schlimm. Rezeptfreie Schmerzmittel gibt es in Deutschland zukünftig nur noch in kleinen Dosen. Da kann man nur hoffen, dass der Stamm-Apotheker immer genug kleine Dosen auf Lager hat. Nicht das man anschließend noch zu den 12 anderen Apotheken muss, die sich in unmittelbarer Nähe befinden. Für mich allerdings ein umweltpolitisches Verbrechen. Die ganzen kleinen Dosen müssen ja schließlich alle irgendwo Entsorgt werden. Die Neuregelung wird zwar nichts in Sachen Medikament Missbrauch bewirken, dafür die Medikamente aber noch teurer machen als sie sowieso schon sind. Also für die Pharma-Lobby eine klassische Win-Win-Situation. Ich aber, finde es perfide von der Politik. Da bereiten uns Merkel und Konsorten tagtäglich Kopfschmerzen und dann streichen sie uns auch noch die Aspirin-Ration zusammen. Aber der deutsche wird wohl auch diesmal wieder sagen: Ich finde das gut! Und hoffen, dass niemals eine Regierung an die Macht kommt, die ihn für selbständig und Lebensfähig genug hält um ihm die Macht zur freien Entscheidung über sich selbst zu geben.

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